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Die Autogasanlage.
Die individuelle Mobilität und die Erfordernis einer fortwährenden Verfügbarkeit von Waren haben zu einem beträchtlichen Verkehrsaufkommen geführt.
Besonders in den Ballungsgebieten führen Abgase zu gravierenden Beeinträchtigungen von Mensch und Umwelt. Obwohl konventionell angetriebene Fahrzeuge heute weniger
Schadstoffe ausstoßen als noch vor einigen Jahren, verursachen die Rußpartikel und andere Schwebstoffe erhebliche Umweltbelastungen. Deshalb sah sich die
Bundesregierung gezwungen, Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter mit Fahrverboten zu belasten.
Gefragt sind deshalb moderne und zukunftsweisende Konzepte wie das
Wasserstoffauto und der Autogasantrieb. Als staatlicher Beitrag hat die Bundesregierung Anfang Juli die Förderung für Autogas bis 2018 verlängert.
Die Gründe für eine staatliche Förderung sind die ökonomischen Vorteile von Autogas. Im Vergleich zu anderen Kraftstoffen entstehen beim Einsatz von Autogas
die niedrigsten Umweltbelastungen, die zurzeit mit Verbrennungsmotoren realisierbar sind. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil ist der niedrige Kraftstoffpreis
von ca. 60 Cent pro Liter Autogas.
Der Aufbau einer Autogasanlage und deren Funktionsweise
Flüssiggas besteht aus leicht verflüssigbaren Kohlenwasserstoff-Verbindungen (CmHn) mit 3 oder 4 Kohlenstoff-Atomen.
Die Hauptbestandteile von Flüssiggas sind:
- Propan C3H8
- Propen (Propylen) C3H6 (mit C-Doppelbindung)
- Butan C4H10
- Buten (Butylen) C4H8 (mit C-Doppelbindung)
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Als Kraftstofftanks werden spezielle Autogastanks eingesetzt, welche aus 2 – 3 Millimeter dicken Stahl gefertigt werden. Diese sind mit entsprechenden Absperr- und
Sicherheitsvorrichtungen ausgerüstet. Die Tanks werden in der Regel in der Reserveradmulde eingebaut. Auf Grund des niedrigen Druckes von 8 bis 12 bar lassen sich mit
einem relativ kleinen Tank problemlos 400 bis 600 Kilometer zurücklegen. Für Langstreckenfahrer können größere Tanks montiert werden oder die Kopplung mehrerer Tanks erfolgen.
Das Tanken von Autogas ist ebenso einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Betankungszeiten sind ähnlich.
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Der flüssige Treibstoff wird über die Treibstoffleitungen zum Verdampferdruckregler geleitet und dieser überführt dann den Treibstoff in einen gasförmigen Zustand.
Gleichzeitig wird dieses Gas auf den für die Gemischbildung notwendigen Druck reduziert. Das Gas wird dann über separate Leitungen direkt bis vor die Einlassventile
der einzelnen Zylinder geführt und über die Gaseinblasdüsen eingespritzt. Der Rail mit Injektoren sorgt dafür, dass der nötige Einspritzdruck vorhanden ist.
Ein Steuergerät regelt eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte Verbrennung im Motor. Dieses erfasst auch Daten von einer Vielzahl von Sensoren, die den ganzen
Verbrennungsprozess überwachen.
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Bei dem nachträglichen Einbau einer Autogasanlage ergibt sich ein so genanntes bivalentes System. Damit kann der Fahrer während der Fahrt von Autogas auf Benzin und
umgekehrt umschalten. Der Motor wird im kalten Zustand mit Benzin gestartet und schaltet bei einer Kühlmitteltemperatur von 30 °C automatisch auf Autogas um. Der Tankinhalt
wird permanent überwacht und digital angezeigt.
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